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Pfarrer Carsten Häublein ist verstorben

Wie wir aus gutunterrichteter Quelle erfahren, hat der evangelische Pfarrer Carsten Häublein wegen einer für ihn aussichtslosen Lebenssituation im Februar d. Js. Suizid begangen.

Man erinnert sich an die intensive Berichterstattung des Jahres 2006 und danach, wo die
Mobilfunkstrahlenbelastung in Oberammergau durch viele Presseorgane incl. Fernsehberichte thematisiert wurde. Nach Aufrüstung der Mobilfunksendeanlagen im Jahr 2006 mit dem EDGE-System erhöhte sich die Strahlenbelastung des Ortes und damit eine Zunahme von Befindlichkeitsstörungen in der Bevölkerung.

Seit Ende August 2006 waren bei vielen Einwohnern unerklärliche, unerträgliche Symptome aufgetreten: extreme Schlafstörungen, Herzrasen, Blutdruckanstieg, Kopfschmerzen, Vibrieren, Zittern, Schwitzen, Brennen, Unruhe, Orientierungslosigkeit, Denkunfähigkeit, Erschöpfung, Hörverlust, Ohrendruck, Sehstörungen, Augenentzündungen, Nerven-schmerzen, Kribbeln, Taubheit, u.a. aufgetreten. Mehrere Menschen konnten sich nicht mehr in ihren Wohnungen aufhalten und mußten funkarme Stellen aufsuchen. Kinder konnten nicht schlafen und wurden hyperaktiv.

Die Menschen wussten nicht, dass die Funktechnik auf EDGE umgerüstet worden war.
Auch Pfarrer Häublein war hiervon betroffen, sogar so stark, dass er letztendlich seinen Beruf aufgeben mußte.

Wie bekannt, fand auch er keinen Schlaf mehr, litt höllische Qualen und hatte an verschiedenen Orten im Umkreis Zuflucht gesucht und auch im funkarmen Waldgebiet geschlafen.

Die letzte Hoffnung bestand nach Aufgabe seiner von allen so geschätzten seelsorgerischen Tätigkeit im Ammertal. Im April 2009 erfolgte der Umzug nach Schleswig-Holstein, wo er in einem funkarmen Gebiet beschwerdefrei leben wollte.

Das „Glück“ währte nicht lange: Ab Juli 2012 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand dramatisch, LTE (die vierte Mobilfunkgeneration für schnellen drahtlosen Internetzugang) war in Betrieb gegangen.

Aus dem Kreis ihm nahestehender wird von einer unerträgliche Situation geschildert: „Sie spitzte sich zu – und wir konnten nicht helfen! Das Gefühl der Ohnmacht, das vernichtende Gefühl nicht helfen zu können, wenn er über „Dröhnen, Hämmern und Zischen im Kopf“ klagte und verzweifelte, weil der „ganze Körper vibrierte“ – dieses Gefühl, war für uns kaum zu ertragen. (Weitere Abschirmmaßnahmen brachten nur sehr eingeschränkte Linderung.)“

„Für eine weitere, als Erlösung empfundene, Linderung sah er schließlich keinen anderen Weg mehr: Wie viel Mut braucht es, um diese Verzweiflungstat zu begehen? Und wie verzweifelt muss ein Mensch sein, dem jeglicher Mut zum Weiterleben, zum Weiterleiden in Hoffnung auf ein menschenwürdiges Ende der Qualen, genommen wurde?“

Diese Fragen stellen sich immer wieder Angehörige, Freunde, Bekannte, Gemeindemitglieder und viele andere.

Pfarrer Carsten Häublein ist nicht freiwillig aus dem Leben geschieden. Es gab für ihn keine Wahl, sondern nur einen einzigen Ausweg, um der unerträglich gewordenen Folter zu entkommen.
Pfarrer Carsten Häublein verstarb im Alter von 56 Jahren.


Elektrosmognews spricht den Angehörigen und dem Freundeskreis unser großes Mitgefühl aus.

PS: Die Urnenbeisetzung findet in Unterammergau statt, voraussichtlich am 02. März 2013

Frau Dr. Waldmann-Selsam war so hilfsbereit, eine Chronik der wichtigsten Ereignisse in Bezug auf die für Pfarrer Carsten Häublein unerträglich gewordene Mobilfunksituation in Oberammergau darzustellen und den weiteren Verlauf in Schleswig-Holstein bis zum tragischen Ende zu schildern.

Weitere Informationen auf Anfrage unter:
werner.funk.o-gau@t-online.de
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