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Vortrag von Prof.Dariusz Leszczynski - Bewertung der Forschung zur Mobilfunk-Sicherheit.

Bericht von Mamta Behl (Okt. 2010)
Übersetzung des Leszczynski-Beitrages:
K. D. Beck

Quelle:
http://www.niehs.nih.gov/news/newsletter/2010/october/science-cellphone.cfm

Dariusz Leszczynski war Vortrags-Gast beim Nationalen Toxikologie-Programm (NTP) in den USA und sollte die laufenden wissenschaftlichen Aktivitäten zur Toxikologie und Kanzerogenität der Mobilfunkstrahlung bewerten sowie seine Ansichten zum Status der Mobilfunksicherheit abgeben. .
(Er ist Forschungsauthorität in Helsinki für Strahlen- und Kernreaktorsicherheit, wurde auch von der WHO und der U.S.Food and Drug Administration als Fachmann für Mobilfunk-Sicherheit eingeladen.)

Es wies daraufhin, dass weltweit inzwischen geschätzte 4,6 Milliarden Mobiltelefone, davon 270 Millionen in den USA, in Gebrauch sind und unterstrich, dass es eine Überschwemmung von Arbeiten zur Exposition dieser Mobilfunkstrahlung gibt, wobei die Forscher nicht immer die richtigen Fragen stellen. Tausende von Papers werden veröffentlicht, aber die meisten davon bewerten nicht die Mobilfunkstrahlung. Die Studien würden sich sehr häufig auf die Krebsentstehung fokussieren, dabei andere Zielpunkte der Untersuchung wie die „allgemeine Toxizität“, das „Stressverhalten“, die „Blut-Hirn-Schranken-Eigenschaften“ und „Effekte auf lebenswichtige Organe“ außerhalb des Gehirns außer Acht gelassen.

Beim Diskutieren der Beschränkungen von epidemiologischen Studien, die oft den Blutdruck, Kopfschmerzen, allergische Reaktionen, EEG’s benutzen, um Bestrahlungseffekte zu untersuchen, mahnte L. zur Vorsicht, da Resultate wegen des experimentellen Designs und der Bewertung ungeeigneter Zielpunkte, sowie durch nicht-objektive Verhaltens-Reaktionen der Probanden in eine Schieflage geraten können.
Er unterstrich, „wir wissen nicht, wenn Menschen auf Mobilfunkstrahlung reagieren.“ Seiner Meinung nach müssten mehr epidemiologische Studien wie die „COSMOS-Studie“ angefertigt werden. (Europaweite Kohortenstudie der Mobilfunk-Kommunikation).
Er hob die Notwendigkeit hervor, Reaktionen im Menschen auf die Mobilfunkstrahlung auf dem molekularen Niveau zu studieren, um festzustellen, ob der menschliche Körper tatsächlich durch diese Strahlung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Gegenwärtig haben wir keine Studien über Kinder und wissen nicht, ob sie sensitiver als Erwachsene auf die Strahlung reagieren, fügte L. hinzu.
Er unterstrich die Notwendigkeit zu einer gezielteren Forschung, da die aktuelle wissenschaftliche Literatur keine überzeugende Begründungen für Sicherheitsstandards liefert, um die Nutzer der Mobilfunkgeräte zu schützen.
Er identifizierte die Bedeutung der Entwicklung realistischerer Dosimetrie-Modelle und riet nachdrücklich zum Gebrauch alternativer Methoden, wie die sog. „omics“-Technologien (Proteomik, Genomik), um die potentielle Wirkung der Mobilfunkstrahlung auf Proteine und Gene in den Zellen zu untersuchen.

In der Zwischenzeit, so riet L. „zur Vorsicht, besonders bei der Benutzung von Mobilfunkgeräten durch Kinder und zur Vermeidung der Mobilfunk-Befeldung, wo immer das möglich ist.“

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siehe auch Diskussion/Kommentare unter nachfolgendem Link
http://www.hese-project.org/Forum/allg/index.php?id=92
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